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Informationstechnologien in der Aus- und Weiterbildung
von Lehrpersonen
Medienkompetente Schülerinnen und
Schüler setzen medienpädagogisch kompetente Lehrpersonen voraus
(Spanhel/Tulodzieky).
Die Investition in Informatik-Infrastruktur bietet
prinzipiell keine Gewähr, dass der Computer auch pädagogisch
sinnvoll genutzt wird. Es braucht deshalb Kurse, welche die Integration
des Computers in den Unterricht fördern.
Sinnvoll sind folgende beiden Kursgefässe:
Grundkurse:
Ziel: Sicherheit im Umgang mit
dem Computer - Anwenderkompetenz
- Möglichkeiten und Techniken
zur Arbeit mit dem Computer kennlernen
- Vertiefte Kenntnisse in einem
Programm (Office, AppleWorks)
- First-level Support (Computer-Technik
verstehen)
Tendenzen und neue Bedürfnisse
In Zukunft werden immer mehr Studierende mit guten Grundkenntnissen das
Studium aufnehmen. Die Anwenderkompetenz wird also immer besser.
Hier muss man allenfalls Auffrischungs- und Ergänzungskurse anbieten.
Es sollen die neuen Möglichkeiten der Informatik aufgezeigt und geübt
werden können, wie.
- Web Based Training
- Kommunikationsplattformen
im Internet
- Publizieren im Internet
- Digitales Filmschneiden
- Umgang mit Musikdateien
- Bildbearbeitung- und Bildgestaltung
- Neue CD-ROMs
- Neue Techniken: Funknetzwerke
DVD-Brennen
- Internet Ressourcen für
Lehrpersonen kennen oder finden
Dazu gibt es immer wieder Themen,
in denen die Studierenden schlechte Kenntnisse haben, wie Scannen, Bilder-
und Dateien richtig abspeichern und in Dokumente integrieren.
Wichtig ist auch schon hier, dass die Informationen
in einem pädagogischen Anwendungszusammenhang vermittelt werden.
Sinnvoll sind konkrete Projekte, in denen der Computer im Laufe des Studiums
integriert wird.
Integrationskurse
Ziel: Methodisch-didaktische Kurse zur Integration des Computers
in den Unterricht
Pädagogische und medienerzieherische Gesichtspunkte zum Computereinsatz
in der Schule Unterrichtskompetenz:
- Unterrichtsformen welche
die Integration unterstützen
- Kennenlernen und Beurteilen
von Lernprogrammen
- Arbeiten mit Standardsoftware
(Gestalten, Texte schreiben)
- Informationsbeschaffung-
und verarbeitung
- Schülergerechte Aufbereitung
von Unterrichtsmaterialien
- Informatikkonzepte an der
Schule
- Gesellschaftliche Auswirkungen
erkennen und studieren
- Lehrplanumsetzung
- Schulbesuche
Medienkompetenz
Im Gegensatz zu früher, wo es vor allem um die Frage von Freizeitmedien
und die Wirkung auf Heranwachsende ging haben wir heute eine ganz
andere Situation. Sie spielen nun bei allen Fragen des Lernens eine wichtigere
Rolle:
- Kommunikation und Medien
bilden unsere Gesellschaft nicht nur ab, sondern prägen sie mit.
- Durch die Alltagstauglichkeit
des Computers rücken Medienpädagogik und informationstechnische
Bildung immer näher zusammen.
- Die mediale Sozialisation
wird zu einem zentralen Faktor der Einflussnahme auf Jugendliche
- ICT-Einsatz kann selbständige
und autonome Lernprozesse in der Schule fördern.
- Welche Kompetenzen sollten
Lehrkräfte mitbringen oder erwerben?
1. Technische Kompetenzen
Wartung und Unterhalt von Informatikmitteln
Grundkompetenz für die Bedienung von Computern
Schüler/innen-Anleitung für den Computereinsatz im Unterricht
Vermitteln der Grundlogik digitaler Geräte
2. Kulturelle Kompetenzen
Offenheit und Neugier, kritische Distanz
Nutzung von bildsprachlichen Elementen im Unterricht
Orientierungskompetenz im Sinne von Wissensmanagement
Kenntnisse von Lernkultur für selbstgesteuertes Lernen
Unterrichtsmethoden anwenden, die den Lernende in den Mittelpunkt stellt.
Kreativer Einsatz von neuen Medien
3. Soziale Kompetenzen
Kompetentes Verhalten in mediatisierten Beziehungsformen und Kommunikationsmustern
Erkundung und Auseinandersetzung von virtuellen Räumen
Auseinandersetzung mit verschiedenen Kommunikationsstilen über E-Mail4.
Reflexive Kompetenzen
Kritische Auseinandersetzung mit den Folgen der Informationsgesellschaft
Wert von Informationen richtig einschätzen und einordnen
Didaktischen Mehr- oder Minderwert kritisch beurteilen
Wirkung der neuen Medien auf die Heranwachsenden abschätzen können.
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